Die Wörter, die wir benutzen — und was sie heißen.
Geschrieben, damit Sie einen Begriff mitten im Gespräch nachschlagen können. Wo eine Definition eine Folge hat, steht die Folge drin.
Das Gespräch
- Anwendung (Shell, Desktop-App)
Das große Fenster mit Konto, Vorbereitung, Wissensbasis und Einstellungen. Zwei getrennte Oberflächen mit verschiedenen Aufgaben: Man bereitet in der Anwendung vor und arbeitet im Assistenzfenster.
- Assistenzfenster (Overlay)
Das schmale Fenster, in dem die Antworten erscheinen. Es liegt über den anderen Fenstern, wird aus Bildschirmfreigaben herausgehalten und lässt sich verschieben, abdunkeln und verbergen. Zu unterscheiden von der Anwendung.
- Auslöser (Trigger)
Die Entscheidung, wann eine Antwort erzeugt wird. Nicht jeder Satz ist eine Frage; erkannt werden an Sie gerichtete Fragen und Einwände. Die Empfindlichkeit ist einstellbar, und eine Antwort lässt sich jederzeit selbst anfordern.
- Briefing
Die Zusammenfassung, die vor dem Gespräch aus Ihren eigenen Unterlagen entsteht: worum es geht, welche Zahlen im Raum stehen, wo es eng wird.
- Fallprofil
Die strukturierte Beschreibung eines konkreten Falls oder Kunden, die der Vorbereitung und den Antworten zugrunde liegt.
- Modus
Die Gesprächsart, die die Form der Antwort prägt: Verkauf, Beratung, Bewerbung, Prüfung und weitere.
- Nachbereitung (Debriefing)
Was nach dem Gespräch bleibt: offene Punkte, gemachte Zusagen, eine Einschätzung des Verlaufs. Das Transkript selbst wird gelöscht.
- Playbook
Eine vorbereitete Sammlung typischer Fragen und Einwände zu einer Gesprächsart. Acht sind mitgeliefert, eigene lassen sich anlegen.
- Systemton
Der Ton, den der Rechner abspielt, also die Stimme des Gegenübers aus dem Meeting. Davon unterschieden: das Mikrofon, also die eigene Stimme. Thalassa hört beides, aber getrennt.
- Szenariolabor
Das Durchspielen von „was, wenn das Gegenüber X sagt", vor dem Termin.
- Tarnung
Die Eigenschaft, in Bildschirmaufnahmen zu fehlen. Technisch zwei verschiedene Aufrufe, einer an Windows und einer an macOS; die Anwendung zeigt an, ob sie aktiv ist. Sie wirkt gegen Bildschirmaufnahme, nicht gegen eine Kamera, die auf den Bildschirm zeigt.
- Übungsmodus
Der umgekehrte Fall: Thalassa stellt Ihnen die unangenehmen Fragen, in einstellbarer Härte, ohne dass ein Gespräch läuft.
Antworten, Modelle, Wissen
- Anonymisierung
Das Ersetzen von Namen, Aktenzeichen, Nummern und absoluten Daten durch Platzhalter. Sie ist fail closed: Fällt die Erkennung aus, wird nichts weitergegeben.
- Belegpflicht
Die Regel, dass Zahlen und Behauptungen aus einer Quelle stammen müssen. Findet sich nichts, wird die Wissensbasis für diese Antwort übersprungen, statt sie zu füllen. Im Legal-Modul verschärft zur Zitierpflicht: ohne Beleg keine Antwort.
- Bibliothek
Der von uns gepflegte Quellenbestand, der zu den Fachtarifen gehören soll. Heute leer.
- Bildschirmanalyse
Die einmalige Aufnahme des Bildschirminhalts für genau eine Antwort, auf ausdrückliche Anforderung. Nicht dauerhaft, nicht im Hintergrund.
- Live-Übersetzung
Mitlaufende Übersetzung des Gesagten als Text zum Mitlesen, nicht als Dolmetscherstimme. Getrennt abgerechnet.
- Modellstufe
Vier abgestufte Sprachmodelle, von schnell bis gründlich. Welche antwortet, entscheidet das System nach Aufgabe und Tarif; die Wahl liegt nicht beim Nutzer.
- Pseudonym
Eine Kennung, die eine Person vertritt, ohne sie zu nennen, und die sich ohne einen serverseitigen Zusatzwert nicht zurückrechnen lässt.
- Spracherkennung (Transkription, STT)
Die Umwandlung von Ton in Text, in 17 Sprachen einschließlich automatischer Erkennung.
- Vertraulicher Modus
Ein Schalter, der personenbeziehbare Angaben durch Platzhalter ersetzt, bevor etwas an ein Modell geht, und die Antwort danach zurückübersetzt.
- Wissensbasis
Ihre eigenen Dokumente, die Sie hinzufügen und aus denen die Antworten zuerst gespeist werden. Sie werden auf Ihrem Gerät gelesen, indiziert und durchsucht. Nicht zu verwechseln mit der Bibliothek. Eine benannte Ausnahme beim Einlesen: Bei einem gescannten PDF geht jede Seite einmalig zur Texterkennung hinaus.
Tarife und Abrechnung
- Automatisches Nachladen
Die einstellbare Regel, ab welchem Restbestand selbsttätig nachgekauft wird, mit Ausgabengrenze.
- Endpreis
Der angezeigte Preis einschließlich Umsatzsteuer. Es gibt keine gesonderte Netto-Preisliste.
- Executive Interview Intensive (Executive-Pass)
Kein Ticket, sondern ein Zeitfenster: 14 Tage volle Ausstattung, ausschließlich für Bewerbungsgespräche.
- Fair-Use-Grenze
Die Stundenobergrenze eines Tarifs. Die einzige Größe im System, die ein laufendes Gespräch beenden darf — ein leeres Guthaben tut das nicht.
- Gesprächsminute
Die Abrechnungseinheit. Eine Minute laufendes Gespräch ist eine Minute, unabhängig davon, wie viele Antworten in dieser Minute kamen.
- Guthaben (Credit)
Vorab gekaufte Minuten. Sie verfallen 365 Tage nach dem jeweiligen Kauf; Abo-Minuten werden nicht übertragen.
- Half-Unit
90 Minuten. Ein Ticket besteht aus zweien davon — deshalb kann ein kürzeres Gespräch eine halbe Einheit kosten.
- Kontingent (Pool)
Die monatliche Menge Antworten je Modellstufe. Getrennt von den Minuten: Man kann Minuten übrig haben und ein Kontingent erschöpft.
- Merchant of Record
Der Verkäufer im Rechtssinn. Bei Thalassa ist das der Zahlungsdienstleister: Er stellt die Rechnung, führt die Umsatzsteuer ab und schließt den Kaufvertrag. Deshalb liegen Kündigung und Rechnungen in dessen Kundenbereich und nicht bei uns.
- Ticket
Ein Einzelkauf ohne Abo: ein Gespräch bis zu drei Stunden.
Datenschutz und Sicherheit
- Auftragsverarbeiter
Wer im Auftrag verarbeitet, ohne selbst über den Zweck zu bestimmen. Diese Rolle nimmt Thalassa für Gesprächsinhalte ein; die eingesetzten Anbieter sind Unterauftragsverarbeiter.
- DSGVO
Datenschutz-Grundverordnung der EU. Regelt, wer personenbezogene Daten unter welchen Bedingungen verarbeiten darf.
- EU-Datenweg
Die Festlegung, dass die Verarbeitung in der EU (Frankfurt) stattfindet — mit benannten Ausnahmen: Antworten mit Websuche, die optionale Live-Übersetzung und die Texterkennung für gescannte Dateien beim Einlesen.
- Fail closed
Die Bauweise, im Fehlerfall zu verweigern statt durchzulassen. Ein Anonymisierer, der bei einem Fehler den Originaltext zurückgibt, wäre gefährlicher als gar keiner.
- Ratenbegrenzung
Die Obergrenze für Anfragen je Zeitraum, gegen Überlastung und automatisiertes Durchprobieren.
- Schlüsselbund
Mehrere gültige Schlüssel gleichzeitig: Der erste verschlüsselt neue Werte, alle können alte lesen. So lässt sich ein Schlüssel wechseln, ohne bestehende Verbindungen zu zerstören.
- Schutzschalter (Circuit Breaker)
Der Mechanismus, der einen wiederholt ausgefallenen Anbieter kurz übergeht, statt weiter anzufragen, und danach mit genau einem Probelauf prüft.
- Signierung und Notarisierung
Das Zertifikat, mit dem ein Hersteller eine Anwendung als seine ausweist, und die zusätzliche Prüfung durch Apple. Fehlen sie, warnt das Betriebssystem. Thalassa hat beides noch nicht.
- Transportverschlüsselung
Schutz der Daten auf dem Weg (HTTPS). Davon zu unterscheiden: Verschlüsselung im Ruhezustand, also auf dem Datenträger.
- Verantwortlicher
Wer über Zweck und Mittel der Verarbeitung entscheidet. Für die Inhalte Ihrer Gespräche sind Sie das, nicht wir.
Aufbau und Technik
- Backend
Der Dienst im Rechenzentrum, der Anfragen entgegennimmt, mit den Modellanbietern spricht und Konto und Verbrauch führt. Die Anwendung auf Ihrem Gerät enthält keine Zugangsdaten zu Anbietern.
- Buchungsjournal (Ledger)
Die Art, Verbrauch als Folge von Buchungen zu führen statt als Zähler. Jede Minute lässt sich herleiten, und parallele Anfragen können den Stand nicht durcheinanderbringen.
Das Prinzip hinter dem Legal-Modul: eine Anmeldung, eine Abrechnung, eine Oberfläche — aber getrennte Datenbank, Spracherkennung, Modellweg und Aufbewahrung.
- Lokale Suche
Das Durchsuchen der eigenen Dokumente auf dem Gerät. Eine Suchanfrage erreicht keinen fremden Server.
- Sicherheitskern
Die Konstruktion, dass Schlüssel ausschließlich serverseitig liegen. Wer die installierte Anwendung auseinandernimmt, findet nichts Verwertbares.
- Texterkennung (OCR)
Das Auslesen von Text aus Bildern, nötig für eingescannte PDFs. Abschaltbar, weil dabei ein Seitenbild das Gerät verlässt.
