ThalassA
Hilfe

Etwas funktioniert nicht.

Fangen Sie mit den drei Fragen unten an. Fast jede Störung sitzt an genau einer von drei Stellen, und die Anwendung sagt Ihnen, an welcher.

Inhalt

  1. In einer Minute eingrenzen
  2. Thalassa hört nur mich, nicht mein Gegenüber
  3. Ton kommt an, aber es erscheint kein Text
  4. Es kommt keine Antwort
  5. Das Assistenzfenster ist in der Bildschirmfreigabe sichtbar
  6. Antworten kommen zu spät
  7. Ich kann mich nicht anmelden oder werde ständig abgemeldet
  8. Minuten oder Kontingent aufgebraucht
  9. Die Antwort kommt in der falschen Sprache
  10. Ein Dokument lässt sich nicht aufnehmen
  11. Die Bildschirmanalyse tut nichts
  12. Kauf, Rechnung und Kündigung
  13. Wenn nichts hilft

1. In einer Minute eingrenzen

Diese drei Fragen, in dieser Reihenfolge:

  1. Kommt Ton an? Läuft der Pegel im Assistenzfenster mit, während jemand spricht? Wenn nicht, ist es ein Tonproblem → Abschnitt 2.
  2. Wird daraus Text? Pegel bewegt sich, aber kein Transkript? Dann ist es die Spracherkennung, und es ist fast immer die Sprache → Abschnitt 3.
  3. Wird aus Text eine Antwort? Transkript steht da, aber keine Antwort? Dann liegt es am Auslöser, am Kontingent oder an der Verbindung → Abschnitt 4.

Die ersten beiden Fälle unterscheidet die Anwendung selbst. Das ist Absicht: „kein Signal angekommen" und „Signal da, aber nichts erkannt" sehen von außen gleich aus — es passiert nichts — haben aber völlig verschiedene Ursachen. Nach etwa zwölf Sekunden ohne Signal beziehungsweise zwanzig ohne Erkennung meldet die Anwendung, welcher der beiden Fälle vorliegt. Diese Meldung ist die wichtigste Information bei jeder Störung.

Was fast nie hilft: neu installieren. Die häufigsten Ursachen sind eine Einstellung im Betriebssystem oder in der Meeting-Anwendung — die überlebt jede Neuinstallation.

2. Thalassa hört nur mich, nicht mein Gegenüber

Mit Abstand die häufigste Störung.

Unter macOS gibt das System den Ton anderer Programme nicht ohne einen einmaligen Einrichtungsschritt an eine Anwendung weiter. Ohne ihn hört Thalassa nur Ihr Mikrofon — was genau so aussieht, als würde das Gegenüber nicht erkannt. Wenn Ihre eigene Stimme im Transkript erscheint und die des Gesprächspartners nicht, ist das die Ursache. Der Einrichtungsschritt steht auf der Download-Seite.

Unter Windows hört Thalassa mit, was der Rechner abspielt. Läuft das Meeting über ein anderes Ausgabegerät als das Systemstandardgerät, hört Thalassa an der falschen Stelle:

  1. Das tatsächlich benutzte Headset oder den Lautsprecher zum Windows-Standardgerät machen.
  2. In Zoom, Teams oder Meet dasselbe Gerät wählen — oder „Systemstandard".
  3. Aufnahme in Thalassa stoppen und neu starten.

Zweithäufigster Fall auf beiden Systemen: Kopfhörer wurden während des Gesprächs ein- oder ausgesteckt. Das Betriebssystem wechselt das Gerät, Thalassa hängt noch am alten. Aufnahme kurz stoppen und neu starten.

Was es nicht ist: die Meeting-Plattform. Zoom, Teams und Meet brauchen keine Einrichtung und wissen nichts von Thalassa. Ein Plattformwechsel behebt nichts.

3. Ton kommt an, aber es erscheint kein Text

Meist steht die Transkriptionssprache auf einer anderen Sprache als der gesprochenen. „Automatisch" wählen oder die tatsächlich gesprochene Sprache — das geht im laufenden Gespräch.

Warum das so oft passiert. Es gibt drei getrennte Spracheinstellungen: Oberfläche, Transkript, Antwort. Wer die Oberfläche auf Deutsch stellt, hat damit nicht die Transkriptionssprache gestellt. Läuft das Gespräch auf Englisch und steht das Transkript auf Deutsch, erkennt die Spracherkennung kaum etwas — sie sucht die falschen Wörter.

Umstellen mitten im Gespräch ist in Ordnung. Die Erkennung verbindet sich neu, die Aufnahme läuft weiter. Stoppen und Starten ist nicht nötig und würde die Sitzung unnötig unterbrechen.

Zweite Ursache: zu leise. Der Ton kommt an, liegt aber unter der Schwelle, ab der überhaupt von Signal gesprochen wird — oft, weil die Meeting-Anwendung sehr leise eingestellt ist. Lautstärke des Systems und der Anwendung prüfen.

Dritte Ursache: mehrere Sprecher gleichzeitig oder starke Nebengeräusche. Dagegen hilft nur die Umgebung, keine Einstellung.

4. Es kommt keine Antwort

Vier Ursachen, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

Es wurde keine Frage erkannt. Thalassa antwortet nicht auf jeden Satz, sondern auf erkannte Fragen und Einwände. Eine als Feststellung formulierte Frage („Ich frage mich, ob das mit unserem System läuft") wird nicht immer als Frage erkannt. Der Ausweg ist eingebaut: Sie können jederzeit selbst eine Antwort anfordern, ohne auf die Erkennung zu warten.

Das Kontingent ist leer. Aufgebrauchte Minuten oder Antworten einer Stufe werden gemeldet. Ein leeres Kontingent beendet kein laufendes Gespräch.

Keine Verbindung. Antworten brauchen Internet, die Suche in Ihren eigenen Dokumenten nicht. Meldet die Anwendung, dass sie das Backend nicht erreicht, ist entweder Ihre Verbindung weg oder der Dienst gerade nicht erreichbar.

Kein Zugang. Ohne Abo, Guthaben, Ticket oder freies Probegespräch beginnt kein Gespräch. Das wird vor dem Start gesagt, nicht mittendrin.

Was nicht passiert: eine stillschweigend schlechtere Antwort aus einer anderen Quelle. Fällt eine Modellstufe aus, wird das gemeldet — lieber keine Antwort als eine, deren Herkunft unklar ist.

5. Das Assistenzfenster ist in der Bildschirmfreigabe sichtbar

Die Anzeige ernst nehmen. Im Kopfbereich des Assistenzfensters steht, ob die Tarnung aktiv ist. Ist sie es nicht, ist das Fenster für alle Gesprächsteilnehmer sichtbar. Das ist die eine Meldung, für die man ein Gespräch besser kurz unterbricht.

Der häufigste Grund ist kein Fehler, sondern macOS 15.4. Ab dieser Fassung übergeht macOS die Bitte einer Anwendung, aus der Freigabe des ganzen Bildschirms herausgehalten zu werden; Apples Entwickler-Support hat bestätigt, dass es dafür keine öffentliche Schnittstelle mehr gibt. Die Freigabe eines einzelnen Fensters ist davon nicht betroffen. Auf einem aktuellen Mac: das Fenster teilen.

Darüber hinaus ist die Tarnung ein Aufruf an das Betriebssystem — unter Windows „von der Aufnahme ausschließen", unter macOS „nicht teilen". Fehlt eine Systemvoraussetzung, schlägt der Aufruf fehl, und die Anwendung nennt, was fehlt, statt nur einen Fehler zu zeigen.

Was hilft, das Belastbarste zuerst:

  • Einen zweiten Bildschirm nutzen, falls vorhanden — den Assistenten auf einen Bildschirm schieben, den Sie nicht teilen. Dieser Weg hängt an gar keiner Zusicherung des Betriebssystems: Was auf einem ungeteilten Bildschirm liegt, ist in der Aufnahme des anderen nicht enthalten. Er kann nicht brechen, weil ihn nichts zusichert. Die Anwendung schlägt ihn von selbst vor, sobald sie mehr als einen Bildschirm sieht.
  • Ein einzelnes Fenster teilen statt des ganzen Bildschirms. Gilt auf jedem System.
  • Die Meldung lesen — sie nennt die fehlende Voraussetzung.
  • Vor dem wichtigen Termin einmal mit einer Kollegin prüfen: Sie teilen, sie sagt Ihnen, ob sie das Fenster sieht.

Ein Sonderfall, der keiner ist: Wer den Bildschirm abfotografiert oder mit einer Kamera abfilmt, sieht das Fenster. Die Tarnung wirkt gegen Bildschirmaufnahme, nicht gegen Physik.

6. Antworten kommen zu spät

Die Stufen sind unterschiedlich schnell. Die tiefste Stufe denkt länger, weil sie mehr tut. Wer im Gespräch schnelle Stichworte braucht statt einer Ausarbeitung, ist auf einer schnelleren Stufe besser bedient.

Die Entfernung zählt. Die Verarbeitung läuft in Frankfurt. Aus Europa merken Sie davon nichts; von anderen Kontinenten kommt die Laufzeit des Netzes dazu. Das ist eine Eigenschaft des EU-Datenwegs, keine Fehlfunktion.

Viel Zusammenhang kostet Zeit. Ein großes Fallprofil, viele vorbereitete Angaben und viele Treffer aus Ihrer Wissensbasis machen die Anfrage größer. Das ist meist die Zeit wert — wer es eilig hat, kürzt die Vorbereitung.

Es gibt keine veröffentlichte Latenzzahl. Wir nennen keine, weil keine belastbar gemessen wurde. Eine erfundene Zahl wäre in genau dem Moment falsch, in dem jemand sie nachprüft.

7. Ich kann mich nicht anmelden oder werde ständig abgemeldet

Die Wartezeit. Wiederholt falsche Passwörter führen zu einer Pause, die mit jedem Versuch länger wird und beim ersten Erfolg sofort verschwindet. Das Konto ist nicht gesperrt, es dauert nur kurz. Wer eine Wartezeit sieht, setzt besser das Passwort zurück, statt weiter zu raten.

Google-Konten haben bei uns kein Passwort. Wer sich ursprünglich mit Google angemeldet hat und nun ein Passwort sucht, sucht etwas, das nie existiert hat. Der Weg ist wieder die Google-Anmeldung.

„Ungültiges oder abgelaufenes Zugriffstoken." Die Sitzung ist abgelaufen — Zugriffstoken sind absichtlich kurzlebig. Neu anmelden genügt. Tritt es ständig auf, hilft ein vollständiger Neustart der Anwendung.

Warten Sie auf eine Bestätigungsmail? Es kommt keine. Die Registrierung verschickt keine, und das Konto ist sofort nutzbar — wer sich registriert hat, hat es bereits.

8. Minuten oder Kontingent aufgebraucht

Ein leeres Kontingent beendet kein laufendes Gespräch. Der einzige Grund, aus dem ein laufendes Gespräch endet, ist die Fair-Use-Obergrenze des Tarifs.

Antworten einer Stufe können leer sein, obwohl Minuten übrig sind. Minuten und Antwortkontingente sind zwei verschiedene Töpfe. Antworten kommen weiterhin, dann von einer anderen Stufe — und das wird angezeigt.

Abo-Minuten werden nicht übertragen, gekaufte Minuten verfallen 365 Tage nach dem Kauf. Wer sich über einen plötzlich niedrigen Stand wundert, hat meist einen Monatswechsel hinter sich.

9. Die Antwort kommt in der falschen Sprache

Drei getrennte Einstellungen — Oberfläche, Transkript, Antwort. Wer eine ändert, ändert die anderen nicht.

Das ist die häufigste Verwechslung in der ganzen Anwendung, und sie ist Absicht: Eine französische Beraterin kann eine deutsche Oberfläche wollen, ein englisches Gespräch führen und deutsche Antworten brauchen. Eine gemeinsame Einstellung machte genau diesen Fall unmöglich.

Falsche Antwortsprache → die Antwortsprache ändern, nicht die Oberfläche. Falsche Erkennung → die Transkriptsprache ändern.

Wenn die Übersetzung ausfällt, übernimmt das Sprachmodell, und die Anwendung zeigt den Wechsel an. Das ist keine Störung, sondern eine bewusste Anzeige: Es ist ein anderer Verarbeiter, und das gehört gesagt.

10. Ein Dokument lässt sich nicht aufnehmen

Die Seitengrenze hängt am Tarif. Sie zählt Seiten, nicht Dateien — ein einziges großes Handbuch kann sie ausschöpfen.

Bildhafte PDFs. Ein PDF aus einem Scanner enthält Bilder von Text, keinen Text. Dafür gibt es eine Texterkennung; sie ist langsamer und nicht bei jeder Vorlage gleich gut. Bei einer schlechten Vorlage ist ein sauberes Ausgangsdokument der bessere Weg.

Passwortgeschützte Dateien lassen sich nicht lesen. Schutz entfernen und erneut aufnehmen.

Die Texterkennung hört bei 40 Seiten je Dokument auf. Eine Akte ist kein Buch, und ein 300-seitiger Scan kostet mehr an Erkennung, als er wert ist. Dokument teilen oder eine Vorlage nehmen, die schon eine Textebene hat.

Sehr große Dateien brauchen Zeit. Textdateien werden auf Ihrem Gerät verarbeitet — deshalb hängt die Dauer an Ihrem Rechner und nicht an unserer Auslastung.

Ein gescanntes PDF ist die eine Ausnahme, und sie gehört hierher und nicht ins Kleingedruckte: Für die Texterkennung geht jede Seite als Bild an das Backend in Frankfurt. Einmalig beim Einlesen, nie im laufenden Gespräch, und ein Zwischenspeicher verhindert, dass dieselbe Seite zweimal geschickt wird. Wer das nicht will, schaltet die Erkennung ab (KB_OCR=0) — dann wird der Scan als Bilddatei ohne Textebene gemeldet, statt still ins Leere zu laufen.

11. Die Bildschirmanalyse tut nichts

Unter macOS fehlt fast immer die Berechtigung zur Bildschirmaufnahme. Sie wird erst beim ersten Versuch verlangt und muss im Systemdialog erteilt werden: Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Bildschirm & Systemaudio-Aufnahme → Thalassa aktivieren. Das System übernimmt die Änderung für eine laufende Anwendung nicht — danach neu starten. Das ist eine Eigenheit von macOS, kein Fehler der Anwendung.

Windows verlangt hierfür keine gesonderte Berechtigung.

Was die Bildschirmanalyse ist und was nicht: Sie schaut auf Anforderung auf den Bildschirm — nicht dauerhaft, nicht im Hintergrund, nicht ohne Ihr Zutun.

12. Kauf, Rechnung und Kündigung

Zahlung und Abo laufen über den Zahlungsdienstleister, nicht über uns. Rechnungen, Zahlungsmittel und Kündigung verwalten Sie in dessen Kundenbereich — wir haben darauf keinen Zugriff.

Die Zahlung wurde abgelehnt. Das entscheidet Ihre Bank oder der Kartenanbieter; wir sehen nur, dass es nicht geklappt hat. Anderes Zahlungsmittel versuchen oder bei der Bank nachfragen.

Bezahlt, aber der Tarif ist nicht aktiv. Die Freischaltung erfolgt über eine Rückmeldung des Zahlungsdienstleisters und dauert üblicherweise Sekunden. Dauert es länger: einmal ab- und wieder anmelden; hilft das nicht, an den Support wenden — der Kauf ist nicht verloren.

Die Kündigung läuft im Kundenbereich des Zahlungsdienstleisters. Dass sie nicht bei uns liegt, ist keine Ausrede, sondern eine Folge der Vertragslage: Der Kaufvertrag besteht mit ihm. Aus demselben Grund verweigert die Kontolöschung bei laufendem Abo — erst kündigen, dann löschen.

Der Kaufknopf reagiert nicht. Meist eine abgelaufene Anmeldung — neu anmelden. Blockiert ein Browser-Zusatz Fremdinhalte, kann auch das den Bezahlvorgang verhindern.

13. Wenn nichts hilft

Schreiben Sie an support@thalassa-consulting.com.

Es gibt keine Support-Telefonleitung — die Nummer im Impressum ist die gesetzlich verlangte Erreichbarkeit, keine Support-Leitung —, keinen 24/7-Betrieb, kein Ticketsystem mit Statusverfolgung und keine zugesicherte Lösungszeit.

Vier Angaben sparen den meisten Hin- und Rückweg:

  1. Windows oder macOS, und welche Version.
  2. Die Version von Thalassa.
  3. Was Sie getan haben, was Sie erwartet haben, was stattdessen passierte.
  4. Der genaue Wortlaut der Meldung, falls eine erschien.

Das Betriebsprotokoll. Die Anwendung schreibt technische Ereignisse in eine Datei in ihrem Datenordner:

  • macOS: ~/Library/Application Support/Thalassa/logs/
  • Windows: %LOCALAPPDATA%\Thalassa\logs\

Was da nicht drinsteht: kein Transkript, keine Frage, keine Dokumentinhalte, keine Zugangsdaten. Zugangsdaten werden nicht nur anhand der Feldnamen entfernt, sondern auch innerhalb von Fehlermeldungen — dort landen sie erfahrungsgemäß, wenn niemand hinsieht. Die Datei lässt sich also weitergeben, ohne Gesprächsinhalte preiszugeben. Vorher hineinsehen ist trotzdem fair.

Das Protokoll ist absichtlich unwichtig für den Betrieb: Eine volle oder schreibgeschützte Festplatte darf kein Gespräch stoppen. Fehlt es, fehlt nur das Protokoll.