ThalassA
Anwendungsfall · Studium

Ihre Vorlesungsunterlagen stellen Ihnen die Fragen.

Skript, Folien, Literaturliste und die Altklausuren vom letzten Jahr ablegen. Von da an ist das Material nichts mehr, das man liest — es ist etwas, das prüft. Der Übungsmodus stellt die unangenehmen Fragen, bevor es jemand anderes tut, und sagt Ihnen danach, was Sie wirklich wussten und was Sie nur wiedererkannt haben.

Das Assistenzfenster im Übungsmodus — eine Verteidigungsfrage, danach eine Frage in einer anderen Sprache.

Skripte, Folien, eigene Zusammenfassungen, die Literaturliste, die abgegebene Seminararbeit, die Altklausuren vom letzten Jahr. Wonach gefragt wird, ist das, was Sie abgelegt haben — und das ist der Unterschied zwischen dem Üben Ihrer Veranstaltung und dem Üben einer allgemeinen Fragensammlung, die zufällig denselben Titel trägt. Die Wissensbasis wird auf Ihrem eigenen Rechner durchsucht, ein noch unveröffentlichtes Skript Ihres Lehrstuhls bleibt also, wo es ist. Ordentlich muss es auch nicht sein: halbfertige Mitschriften und ein eingescanntes Kapitel taugen so gut wie ein sauberes PDF — es geht um Abdeckung, nicht um ein gepflegtes Archiv.
Der Übungsmodus spielt den Prüfer und hakt nach. Die vorbereitete Antwort kann jeder aufsagen; was eine mündliche Prüfung entscheidet, ist die Frage danach — und genau die übt allein niemand. Für mündliche Prüfungen und Fachgespräche gibt es einen eigenen Modus, und er braucht weder Mikrofon noch Gegenüber: Er läuft auf Ihrem Rechner, auch um drei Uhr nachts, wenn Sie dann lernen. Dasselbe Thema dreimal durchgespielt wiederholt sich nicht aus Höflichkeit, sondern geht dorthin, wo Sie beim letzten Mal am schwächsten waren.
Danach erfahren Sie, wo Sie präzise waren, wo Sie um die Sache herumgeredet haben und welchen Begriff Sie benutzt haben, ohne ihn definieren zu können. Das ist brauchbarer als eine Prozentzahl: Eine Zahl sagt, wie viel Sie nicht wissen, ein Debriefing sagt, für welche drei Stellen sich der morgige Vormittag lohnt. Es fängt außerdem den Fehler ab, den man beim stillen Wiederholen nie bemerkt — man erkennt den Stoff beim Lesen wieder und bekommt ihn auf Nachfrage nicht heraus.

Gegen Nachweis einer Hochschul-E-Mail-Adresse.

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Über die Prüfung hinaus

Vorträge, Verteidigungen und die Gespräche, die etwas entscheiden.

Eine Verteidigung, ein Seminarvortrag, ein Gespräch mit einer Betreuerin, deren Fach neben Ihrem liegt statt in ihm, ein erstes Gespräch für eine Werkstudentenstelle. Dasselbe Material, dieselben Modi, dasselbe Fenster — es wechselt nur, wer fragt. Studierende finden dafür erfahrungsgemäß schneller eigene Anwendungen, als eine Seite wie diese sie aufzählen kann.
Die Antworten kommen in der Sprache des Gesprächs. Wenn Ihr Material deutsch ist und das Seminar englisch läuft, ist das der Normalfall und nicht die Ausnahme — und Sie müssen nicht unter Zeitdruck übersetzen und gleichzeitig über den Inhalt nachdenken. Was ankommt, ist ein Satz, den Sie sagen können, keine Rohübersetzung, die Sie laut reparieren müssen.
Der Übungsmodus braucht kein Mikrofon. Er liest Ihr Material und fragt schriftlich, es ist also nichts zu verabreden und niemand zu buchen. Das Mikrofon wird nur gebraucht, wenn ein Gespräch im selben Raum stattfindet und nicht über den Rechner läuft — und es bleibt aus, bis Sie es selbst einschalten. Der Studententarif braucht eine Hochschul-E-Mail-Adresse, einmal geprüft, nichts, das jedes Semester erneuert werden muss.
Es sagt Ihnen nichts, was Ihr Material nicht hergibt, und wo das Material schweigt, sagt es das, statt die Lücke zu füllen — eine Antwort, die Sie nicht verteidigen können, ist in einer mündlichen Prüfung schlimmer als eine ehrliche Lücke. Und wo eine Prüfung oder ein Leistungsnachweis Hilfsmittel nicht zulässt, ist die Nutzung auch nicht zulässig. Das steht in den Nutzungsbedingungen und ist keine Zierde: Dies ist ein Werkzeug für die Arbeit vor der Prüfung und für die Gespräche, die keine Prüfung sind.
Häufige Fragen

Studium — beantwortet.

Wie bekomme ich den Studententarif?

Mit einer Hochschul-E-Mail-Adresse. Sie wird einmal geprüft; es gibt nichts, das jedes Semester erneuert werden muss. Siehe Preise.

Verlassen meine Unterlagen den Rechner?

Ihre Wissensbasis wird auf Ihrem eigenen Gerät durchsucht. Dokumente werden nicht zur Speicherung auf einen Server geladen, und das Transkript einer Sitzung wird danach gelöscht. Wie Ihre Daten behandelt werden.

Darf ich es in einer mündlichen Prüfung benutzen?

Nur wo die Prüfung Hilfsmittel zulässt. Wo nicht, ist die Nutzung nicht erlaubt — und das ist eine Regel der Prüfung, nicht dieser Seite.

Funktioniert es mit handschriftlichen oder gescannten Notizen?

Gescannte Seiten funktionieren. Bei Handschrift hängt es davon ab, wie lesbar der Scan ist — was Sie am Bildschirm entziffern können, entziffert es meist auch.

Skript ablegen. Fragen lassen.

Die erste Übungsrunde dauert weniger lang als das Kapitel noch einmal zu lesen.